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Tipps für ein gutes Konzertprogramm

Jeder Dirigent kennt das: Mindestens einmal im Jahr steht mit dem Musikverein ein Konzert an, bei dem Dirigent und Musiker dem Publikum zeigen wollen, was sie können. Die Vorbereitung darauf ist aber nicht nur aufgrund der Probenarbeit zeitintensiv. Da wird wochenlang in anderen Konzertprogrammen gestöbert, CDs werden durchgehört, Notenkataloge durchforstet und in Proben teilweise auch Stücke angespielt. Die Erstellung eines erfolgreichen Programms ist eine richtige Kunst, für die einiges an Fachwissen erforderlich ist.

Der Dirigent und Schriftsteller Alois Schöpf nennt in seinem Buch "Das erfolgreiche Konzert – Eventmanagement für Musikvereine" vier zentrale Parameter, die bei der Stückauswahl beachtet werden sollten:

  • Was wünscht das Publikum zu hören?
  • Was ist die künstlerische Absicht des Dirigenten?
  • Was wollen die Musiker spielen?
  • Was können die Musiker spielen?

Unabhängig von einer bestimmten programmatischen Stilrichtung dabei wird deutlich: Ein gutes Konzertprogramm ist das Ergebnis genauen Nachdenkens. Sind die Voraussetzungen einmal klar analysiert, geht es also an die Stückauswahl. Dabei ist ein roter Faden hilfreich – also beispielsweise ein inhaltlicher Zusammenhang der Stücke (eine Epoche, ein Thema, etc.).

Nach einem einladenden, kurzweiligen Eröffnungswerk (hierfür eignen sich zum Beispiel Ouvertüren besonders gut) kann schon direkt das Hauptwerk folgen. Auch größere Solo-Werke, bei denen besonders talentierte Musiker oder sogar ganze Register in den Vordergrund gestellt werden, sollten in der ersten Hälfte eingeordnet werden – schon allein aufgrund des Ansatzes.

Musiker und Publikum fordern, aber nicht überfordern

Als Faustregel gilt: Größere sinfonische Werke sollten eher im ersten Teil des Programms untergebracht werden, wogegen der zweite Teil unterhaltsamer und kurzweilig sein sollte. Diese Aufteilung ist sowohl hinsichtlich der spielerischen Leistung des Orchesters sinnvoll, als auch in Bezug auf die Aufnahmefähigkeit des Publikums. Bei der Stückauswahl sollte außerdem berücksichtigt werden, dass das Orchester einen Lerneffekt verspürt.

Dabei gilt es zu beachten, dass die Musiker zwar gefordert, aber dennoch nicht überfordert werden. Permanente Über- aber auch Unterforderung wirken auf Dauer demotivierend. Positiv beeinflussen lässt sich die Motivation beispielsweise auch, in dem man die Musiker direkt in die Stückauswahl miteinbezieht. Es ist sinnvoll, das Konzert mit einem bekannten Stück abzuschließen, das dem Publikum im Ohr und somit hoffentlich in guter Erinnerung bleibt.

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