Schule für Oboe von Paul Schmitt

Sonja Rund ums Üben

Paul Schmitt Schule für OboeDie dritte Oboenschule, mit der ich geübt und gelernt habe, ist die „Schule für Oboe“ von Paul Schmitt. Meine Lehrerin meinte, wenn ich so gerne Duette spiele, ist diese Schule genau das Richtige für mich.

Nach dem Vorwort geht es auch schon gleich mit einfachen Übungen los. Von Anfang an hat mir diese Schule sehr viel Spaß gemacht, weil bis auf wenige Stücke alle im Duett gespielt werden können. So hört es sich gleich nach viel mehr an, wenn Lehrer und Schüler gemeinsam spielen und motiviert so ungemein zum Weitermachen. Reine Geläufigkeitsübungen und ganz normale Stücke wechseln sich ab, so dass man, wenn man auf einer Doppelseite eine ungeliebte Geläufigkeitsübung macht, gleich das nächste Stück vor Augen hat.

In dieser Schule reiht sich Stück an Stück. Je nach Bedarf ist eine kurze Erklärung dazwischengeschoben, beispielsweise über den 3/8-Takt, wenn es für das kommende Stück wichtig ist. Der Schwierigkeitsgrad steigert sich stetig, jedoch kommt man gut vorwärts, weil die Stücke schön melodiös sind und Freude bereiten.

Ab etwa der Mitte des Heftes werden die Stücke zunehmend anspruchsvoller. Was mir persönlich super gefallen hat, war das „Thema mit Variationen“, das immer wiederkehrt. Hier wird auf einer Seite ein Thema dreimal unterschiedlich behandelt, nämlich gehend, tänzerisch und sehr ruhig. Somit kann man den Klang der Oboe auf einer Seite komplett unterschiedlich wahrnehmen.

Mein persönliches Highlight sind die Weihnachtslieder, die man zusammengestellt ab Seite 135 findet. Sämtliche bekannte Stücke finden sich hier und keines ist so schwer, dass man es nicht nach etwas Übungszeit spielen könnte. Und im Duett klingen sie natürlich noch schöner.

Sämtliches Wissenswerte zum Thema Oboe findet sich ganz zum Schluss auf fünf Seiten zusammengefasst. Es geht dort ganz allgemein über Ratschläge zum Üben (zuerst Töne aushalten, dann die Technik, wie man mit schwierigen Stellen umgeht, etc.). Die Haltung, Atmung, Stütze und natürlich der Ansatz sind Thema. Was mir hier sehr gut gefällt, sind die eineinhalb Seiten „Wissenswertes rund um die Oboe“, auf denen nebst Geschichte und Teile der Oboe auch auf den Kauf und die Pflege eingegangen wird. Auf der allerletzten Seite findet sich wie üblich die Grifftabelle, was ein schnelles Nachschlagen erleichtert.

Mein Fazit: Eine sehr gut strukturierte Oboenschule mit 219 Stücken plus 21 Weihnachtsliedern zum Üben und Genießen. Ich kann sie jedem, der schnell vorwärts kommen und gern im Duett spielen möchte, nur wärmstens empfehlen.

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Über den Autor
Sonja

Sonja

Der Vertrieb ist mein Gebiet! Ich bin zuständig für unsere Abonnenten und stehe jedem mit Rat und Tat zur Seite. Meine Leidenschaft gilt dem Schreiben – inzwischen sind drei Bücher, davon zwei Allgäukrimis, von mir erschienen. In meiner Freizeit spiele ich Oboe und leite einen Kinderchor, was mir sehr viel Spaß macht. Ich bin immer offen für neue Ideen und ein kreativer und spontaner Mensch!