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Wie reinige ich ein Blechblasinstrument von außen?

Brass Outside: Putzen für Profis

Fingerabdrücke auf einem neuen Instrument sind sicher ein Ärgernis, auf das man gut verzichten könnte. Aber abgesehen davon, dass diese Spuren nicht besonders schön oder auch appetitlich sind, sind sie für das Instrument auch potenziell schädlich bis gefährlich. Denn egal ob ein Instrument un­lackiert, lackiert, versilbert oder vergoldet oder mit sonst einem Oberflächenfinish versehen ist: Handschweiß besteht aus den verschiedensten "Zutaten" und kann auf quasi alle Metalle sowie auf alle Oberflächenmaterialien zersetzend wirken!

Aber es ist nicht nur der Handschweiß, der Blechblasinstrumenten zusetzt. Man kennt ja das Bild der versilberten Trompete, die an manchen Stellen ganz schwarz geworden ist. Sogar an Stellen, an denen man üblicherweise nicht mit der Hand hinfasst. Silber reagiert auch mit Stoffen, die überall in der Luft enthalten sind. Das lässt sich überhaupt nicht vermeiden. Oder wir kennen das Bild der Posaune, deren Lack an der Stelle, wo sie gehalten wird, angegriffen oder sogar abgenutzt ist. 

Pflege auch von außen wichtig

Klar: Nicht jede Gebrauchsspur, die das Instrument im Lauf der Jahre abbekommt, kann vermieden werden. Die mechanische Beanspruchung des Materials lässt sich auch durch die sprichwörtlichen Samthandschuhe nicht ganz vermeiden. Dennoch ist es wichtig, neben dem Innenleben auch die außen liegenden Oberflächen gründlich zu reinigen und zu pflegen, damit der Spieler lange Freude an seinem Instrument hat.
Als Präventionsmaßnahme gegen Handschweiß und mechanische Beanspruchung kann bei Trompeten oder Flügelhörnern mit Périnetventilen beispielsweise ein Ventilschutz angebracht werden - Produkte aus Leder haben auch eine angenehme Haptik.

Trompeten und Flügelhörner mit Drehventilen können ebenfalls mit einer Lederhülle geschützt werden, wo sie mit der Hand gehalten werden. Diese Möglichkeit gibt es auch für andere Blechblasinstrumente. Der Instrumentenhändler Ihres Vertrauens hilft sicher bei der Auswahl des passenden Zubehörs.

Gegen Handschweiß, der auf dem Instrument gelandet ist, ist ein ganz einfaches Mittel gewachsen: Bevor das Instrument nach dem Gig oder der Übesession weggepackt wird, sollten Fingerabdrücke abgewischt werden. Hierfür gibt es spezielle Silikon- oder Mikro­fasertücher, die gute Dienste­ leisten können. Wichtig bei der Auswahl ist, dass das Tuch für die spezielle Oberfläche geeignet ist!

Denn so unterschiedlich die Materialien für die Oberflächenveredelung sind, so unterschiedlich sind die Reinigungsmittel. Lackierte Oberflächen dürfen nur mit einem speziellen Reiniger behandelt werden. Daneben gibt es für beinahe alle Materialien (Messing, Silber, Gold) ein eigenes Reinigungsmittel. Die Auswahl des richtigen Mittels ist wirklich wichtig, denn die chemischen Prozesse, die zum »Anlaufen« des Materials führen, also zur Reaktion des Materials mit Inhaltsstoffen aus der Umgebungsluft, gehen im Detail unterschiedlich vor sich. Darum: Augen auf bei der Auswahl des Reinigungsmittels!

Nicht vergessen: die Züge!

Wichtig ist auch die richtige Pflege der Züge - nicht nur im Fall der Posaune. Auch hier kann sich eine Patina bilden, die die Gleitfähigkeit entscheidend verringern kann. Die regelmäßige Anwendung einer Reinigungspolitur (am besten auf Ölbasis) kann die Lebensdauer des Instruments entscheidend beeinflussen. Auf "harte" Reinigungsmaßnahmen wie Stahlwolle, Schmirgelpapier etc. ist unbedingt zu verzichten, auch wenn der Instrumentenbauer als letztes Mittel schon mal beispielsweise zur Schleifpaste greift. Nach der Reinigung empfiehlt sich natürlich auch die Konservierung der Oberfläche mit einem entsprechenden Produkt - das Instrument wird die richtige Behandlung auf Dauer danken.

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