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Wie reinige ich Holzblasinstrumente richtig? (Teil 1)

Holzblasinstrumente sind schon sehr empfindlich: Man soll sie vor Kälte schützen, nicht neben die Heizung oder in die pralle Sonne stellen, man soll darauf achten, dass sie nicht nass werden und darüber hinaus muss man sie jedes Mal nach dem Gebrauch ordentlich putzen. Holzbläser sind nach der Probe deshalb deutlich länger beschäftigt als ihre Blechbläserkollegen. Aber wie pflegt man Holzblasinstrumente richtig und was gibt es bei der alltäglichen Pflege zu beachten?

Klarinette putzen

Allgemeine Hinweise

Instrumente aus Holz bekommen bei mangelnder Pflege und falscher Aufbewahrung Risse oder Sprünge. Auch die Polster der Klappenmechanik können dadurch undicht werden. Für den täglichen Gebrauch gilt deshalb Folgendes: Das Instrument sollte jedes Mal nach dem Spielen auseinander gebaut und getrocknet werden. Außerdem entfernt man das Rohrblatt vom Mundstück bzw. Instrument, trocknet es vorsichtig ab und verwahrt es anschließend in einem dafür vorgesehenen Etui. 

Der feuchte Putzlappen sollte nicht im Instrumentenkoffer ge­lagert werden. Am besten lässt man das Instrument im geöffneten­ Koffer trocknen. Fingerab­drücke und Handschweiß entfernt man, indem man die Klappenmechanik regelmäßig mit einem Microfaser- oder Baumwolltuch abreibt. Bei groben Verschmutzungen hilft auch ein Silberputztuch. Die Korkzapfen an den Verbindungsstücken der einzelnen In­strumententeile sollten immer wieder gefettet werden. Von Zeit zu Zeit sollte außerdem die Klappenmechanik geölt werden. 

Die Klarinette

Die Klarinette muss nach jedem Gebrauch komplett auseinandergebaut werden. Dann wird jedes Teil mit dem Durchziehwischer gereinigt, um so das Kondenswasser zu entfernen. Dieses sammelt sich vor allem in den Zapfenherzen - speziell in der Birne. Etwa zweimal jährlich sollte das Innere der Klarinette geölt werden. Dazu muss diese aber vollkommen trocken sein, am besten also drei bis vier Tage vorher im geöffneten Koffer verwahren. Mit einem Blockflötenwischer wird schließlich ein dünner Öl-Film aufgetragen, aber Vorsicht: Das Öl darf keinesfalls mit den Polstern in Berührung kommen, da diese sonst nicht mehr richtig abdichten. Hierzu ein Tipp: Vor dem Ölen Löschpapier unter die gepolsterten Klappen klemmen.

Die Oboe

Bei der Reinigung der Oboe ist aufgrund ihrer komplizierten Klappenmechanik besondere Sensibilität gefordert. Die Mechanik sollte deshalb auch regelmäßig nachjustiert werden. Durch die vielen Bohrungen ist der Instrumentenkorpus außerdem einer besonders großen Spannung ausgesetzt. Starke Temperaturschwankungen sollten deshalb unbedingt vermieden werden. Umso wichtiger ist es auch, die Feuchtigkeit nach dem Spielen mit einem Durchziehwischer voll­ständig aus dem Instrument zu entfernen. Die Verbindungen sollten ebenfalls sorgfältig getrocknet werden. Wie die Klarinette sollte auch die Oboe zweimal jährlich - idealerweise im Frühjahr und im Herbst - geölt werden.

Das Fagott

Das Fagott sollte nach dem Spielen auf keinen Fall waagrecht abgelegt werden, da sonst das Kondenswasser, das sich im Abguss sammelt, in die Bohrung und Ton­löcher fließt. Ein Fagottständer ist deshalb ratsam. Nach dem Spielen sollte zunächst das im Stiefel vorhandene Kondenswasser ausgegossen werden. Anschließend reinigt man das Innere mit einem Durchziehwischer. Das Äußere des Instruments sollte ebenfalls nach jedem Gebrauch mit einem trockenen Tuch abgewischt werden. Bohrung und Tonlöcher sollten ebenfalls regel­mäßig geölt werden. 

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