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Noten fr Blasorchester In dulci jubilo

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Die Suite "Indulci jubilo" ist eine Zusammenstellung von vier Weihnachtsliedern aus weit auseinander liegenden Jahrhunderten. Der Grund der historischen Heterogenitt liegt in der ganz verschiedenen Art und Weise der Wahrnehmung und Bewertung der Geburt Christi in den vier Liedern:

Als erstes erklingt "Nun komm, der Heiden Heiland". Dieses Lied geht auf den altkirchlichen Hymnus "Veni Redemptor Gentium" ("Komm, Erlser der Vlkder") aus demvierten Jahrhundert zurck, der dem Bischof Ambrosius zugeschrieben wird. Indiesem Liedwird nicht das kleine Kind in der Krippe angesprochen sondern Christus, der knigliche Gottesheld in seiner Mission von Gott Vater. Das Lied hat keine Spur der Weihnachtsseligkeit spterer Jahrhunderte - es ist holzschnittartig und betont die groe Distanz zwischen dem menschgewordenen Gott und dem erlsungsbedrftigen Menschen. Die heute gebruchliche Textfassung von Martin Luther (erster Druck 1524) lsst dies in der reformatorischen Nchternheit besonders klar heraustreten.

Die Suite erhielt ihren Namen vom zweiten Lied der Suite: "In dulci jubilo". Es hat seine Wurzeln im spten Mittelalter - eine Phase, in der Liedern vermehrt halb lateinische, halb deutsche Texte zugrunde lagen; so auch hier. Die Entstehung des Liedes ist wohl im 14. Jahrhundert anzusetzen. Wartet man im ersten Liednoch auf die Niederkunft Christi, ist sie inhier schon passiert.

Ganz anders sieht man fnf Jahrhunderte spter - im 19. Jahrhundert die Sache: Ein bhmisches Weihnachtslied "Nessem vam Novinty" bekam 1870 vom Leipziger Musikprofessor Karl Riedel (1827-1888) den bekannten Text untergelegt. "Kommet, ihr Hirten" ist ein ausgelassenes Tanzlied, das unverkennbar die Musizierlust der Bhmen zeigt. Die erste Strophe ist die Aufforderung des Engel des Herrn auf den Feldern bei den Hirten: "Christus der Herr ist heute geboren. Frchtet euch nicht!" Das Lied nimmt es nicht so genau und lsst den Engel sich in einem Tanzlied uern. So ist das Weihnachtsgeschehen nicht mehr Gegenstand hoher Theologie, sondern ein groes Fest, an dem auch die kleinen Leute mit ihrer ausgelassenen Freude teilhaben.

Als letztes erklingt "Resonet in Laudibus", dieses wurde in der deutschen Fassung als"Josef, lieber Josef mein"am Ende des 14. Jahrhundert in einer Leipziger Handschrift erstmalig aufgezeichnet.

Diese Suite will in der Anlehnung an etwa 1600 Jahre echter Weihnachtsmusik eine Alternative sein zur Kaufhausglitzerwelt mit ihrem Konsumrausch und dem Schwund an Bewusstsein dafr, was die Weihnacht uns allen an Verantwortung freinander bertragen hat.

Verlag Carpe Diem Musikverlag
Art.Nr.: 220300
Kategorie: Weihnachten & Advent
Besetzung: Blasorchester
Genre: Weihnachten & Advent
Grad: 2.5
Arrangeur: Uwe Kohls
Komponist: traditionell
Dauer: 06:54

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