Die Musikkunde neu denken
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Artikelnummer: BU274
Informationen
Nach den zwei bewährten Bänden Musiklehre Rhythmik Gehörbildung hat Michael Stecher nun eine Musiklehre für die Oberstufe geschrieben. Der Titel dieses Buches deutet schon an, worin es sich von anderen, etablierten Standard-Musiklehren wesentlich unterscheidet: Während die meisten Werke nur isoliertes Sachwissen zum Lernen und Nachschlagen aufbereiten, handelt es sich hierbei vielmehr um ein Arbeitsbuch, das die musikkundlichen Themen um Aspekte, wie das Verstehen von Zusammenhängen in der Musiktheorie und Musikkultur sowie die Vernetzung der Sachinhalte mit anderen Forschungsebenen, erweitert. Die Musikkunde neu denken eröffnet neue Blickwinkel auf eine allgemeine Musiklehre für die Oberstufe und will zum Nachdenken über den Umgang mit Musik in der Gegenwart anregen. Ein Muss für alle, die sich aktiv und passiv mit Musik und Kultur befassen und für einen gelingenden Bildungsprozess neue Wege einschlagen wollen.
Die thematische Gliederung:
Kapitel 1: Intervall- und Tonsysteme
Intervallsysteme in ihrer Entwicklung
Tonsysteme von der Antike bis heute
Die musikbezogene Akustik
Die Naturtonreihe und die Hörwahrnehmung
Kapitel 2: Wahrnehmen, Üben und Lernen
Vom Schall zur Wahrnehmung
Grundprinzipien des Übens
Die Audiation von Musik
Die Motivation zur Musik
Kapitel 3: Intonationskunde
Stimmsysteme von der Antike bis heute
Wahrnehmungskriterien zur Reinheit
Der Weg zu einer angemessenen Intonation
Hörbeispiele zum Intonationshören
Kapitel 4: Stilkunde und Vortragslehre
Über das Verlernen des Hörens
Die Musik als Klangrede
Das neue Musikverständnis
Hörbeispiele und Interpretationsvergleiche
Jedes der vier Kapitel endet mit einer Reihe von Fragen, die zum Rekapitulieren und Weiterdenken anregen. Auf zwei beiliegenden CDs sind zahlreiche Hörbeispiele zu den Themen Intonations- und Stilkunde enthalten.
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Rezensionen
Durchschnittliche Kundenbewertung:
Rezensent/in: clarino.print, 08.10.2009
Wie der Titel des Werks bereits erahnen lässt, ist diese Musiklehre kein übliches Sachbuch zur Musiklehre, geschweige denn ein Lexikon. Es versteht sich selbst eher als Arbeitsbuch, das weniger das Wissen über die Zusammenhänge der Musiktheorie als vielmehr das Verstehen der komplexen Musikkultur behandelt. In den vier Großkapiteln »Intervall- und Tonsysteme«, »Wahrnehmen, Üben und Lernen«, »Intonationskunde« sowie »Stilkunde und Vortragslehre« wird der Leser dazu angeregt, einen neuen Zugang zur Musik und ihrer Vermittlung zu finden. Auf den über 400 großformatigen Seiten muss man sich erst einmal zurecht finden und das Vorwort lesen, um einen Einstieg zu bekommen. Doch einmal angefangen, merkt man schnell, dass es hier um mehr geht, als Intervalle oder Vortragsbezeichnungen zu lernen. Vor allem die Kombination der Musikkunde mit naturwissenschaftlichen, pädagogischen und weiteren geisteswissenschaftlichen Bereichen macht das Werk zwar nicht ganz einfach zu lesen, aber zum Schmökern ist es wohl auch weniger gedacht. Eine intensive Auseinandersetzung damit wird Pädagogen, Wissenschaftlern und praktischen Musikern mit Sicherheit neue und spannende Erkenntnisse liefern.
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